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Digitalisierung„DiSSCo-Knoten“ für Digitalisierung von Sammlungsobjekten

Die Forschungsinfrastruktur “Distributed System of Scientific Collections” vernetzt über 170 Naturkundemuseen, Botanische Gärten und universitäre Sammlungen digital und macht sie so frei zugänglich.

Museumseingang
thamerpic/stock.adobe.com

Die DiSSCo möchte die europäische naturkundliche Sammlungen als leistungsfähige, verknüpfte Infrastruktur für datenintensive Forschung etablieren.

Der Botanische Garten Berlin an der Freien Universität Berlin, das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels in Bonn und Hamburg, das Museum für Naturkunde Berlin, die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung, das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart sowie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns bilden ab sofort einen „DiSSCo-Knoten“ für Deutschland. Das gemeinsame Ziel ist ihre Sammlungen als Forschungsressource zur Lösung gesellschaftlicher Aufgaben verfügbar zu machen. Sie alle sind Mitglieder der Deutschen Naturwissenschaftlichen Forschungssammlungen e. V. (DNFS). Über die DNFS soll der Knoten in Zukunft auch über den Kreis der 6 Gründungsmitglieder hinaus erweitert werden.

„Es ist sehr wichtig, dass die deutschen Sammlungen in ihrer herausragenden Bedeutung in DiSSCo repräsentiert sind und dass Deutschland diese Infrastruktur aktiv mitgestaltet“, sagt Prof. Dr. Thomas Borsch, Sprecher der DNFS und Direktor des Botanischen Gartens Berlin. „Die Gründung des deutschen DiSSCo-Knotens ist ein Meilenstein auf diesem Weg. Um die Infrastruktur hierfür aktiv mitzugestalten, benötigen wir die Unterstützung der Politik. Wir hoffen auf eine entsprechende Verstetigung der Förderung, damit wir auch in Zukunft verlässliche Daten für die Biodiversitätsforschung bereitstellen können. Denn sie können Antworten geben auf eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit, das weltweite Artensterben“, unterstreicht Prof. Dr. Thomas Borsch.

Wissen über die biologische Vielfalt der Erde zu erlangen, ist eine der wesentlichen Voraussetzungen, um globalen Herausforderungen wie dem Artensterben, dem Klimawandel oder der Ernährung der Weltbevölkerung zu begegnen. Eine unverzichtbare Grundlage hierfür sind belastbare, allgemein zugängliche, verknüpfbare und nachnutzbare Biodiversitätsdaten. Hier setzt die Forschungsinfrastruktur DiSSCo an. Das Ziel ist durch DiSSCo europäische naturkundliche Sammlungen als leistungsfähige, verknüpfte Infrastruktur für datenintensive Forschung zu etablieren. Im Zentrum stehen dabei die physischen Sammlungsobjekte sowie deren Digitalisierung.

Deutschen Naturwissenschaftlichen Forschungssammlungen e. V.

Die DNFS sind ein 2007 gegründeter Verein, in dem sich die großen deutschen naturhistorischen Forschungsmuseen und -sammlungen zusammengeschlossen haben. Sein Ziel ist die Sammlungen der Mitglieder umfassend zu erschließen und für Forschung und gesellschaftliche Aufgaben nutzbar zu machen. Dafür engagiert sich der Verein in entsprechenden Netzwerken und Initiativen. Mit seiner gebündelten Expertise ist der Verein Ansprech-, Beratungs- und Kooperationspartner für weitere wissenschaftliche Plattformen sowie für Politik, Gesellschaft und Medien.

Quelle (nach Angaben von):

Big Data für Biodiversität | Botanischer Garten Berlin. 28.05.2024

(JD)