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Vet-NewsZecken – gefährliche Zwerge auf dem Vormarsch

Zecken
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Zecken sind kleine blutsaugende Ektoparasiten, gehören zu den ältesten Lebewesen überhaupt und sind mittlerweile auf der ganzen Welt heimisch geworden. Die kleinen Tiere sind bedeutende und gefährliche Krankheitsüberträger vor allem bei Hund und Katze.

Inzwischen gibt es Zecken das ganze Jahr über und gefühlt werden es immer mehr. Umfragen ergaben, dass jeder dritte Hundebesitzer in Deutschland den Eindruck hat, dass sein Hund im Jahr 2020 häufiger von Zecken befallen wurde als in den Jahren zuvor. Dabei ist die gängigste Zeckenart in unseren Breitengraden der Gemeine Holzbock. Er ist der Überträger der gefürchteten Borreliose auf den Hund, aber auch auf den Menschen. Zudem kann er aber auch Viren übertragen, die die für den Menschen gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verursachen. Die wesentliche Endemiegebiete in Deutschland liegen in Baden-Württemberg, Bayern, im südlichen Hessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen.

Exoten auf dem Vormarsch

Doch auch anderen Zeckenarten aus südlichen Ländern, begünstigt durch den Klimawandel, sind auf dem Vormarsch zu uns und bringe neue Krankheitserreger mit sich. Dazu zählen beispielsweise die Auwald- oder Wiesenzecke und die Braune Hundezecke. Diese Arten können die Babesiose, auch als Hundemalaria bekannt, übertragen.

Optimaler Schutz gegen Zecken – Was hilft am besten?

Impfung

Gegen einige der von Zecken übertragenen Erkrankungen gibt es einen Impfschutz. Hunde etwa kann man gegen die Borreliose impfen lassen, für den Menschen gibt es jedoch keinen Impfstoff. Umgekehrt können sich Menschen, die in Risikogebieten unterwegs sind, gegen FSME impfen lassen, für Tiere wiederum gibt es dagegen keinen Impfschutz.

Prophylaxe

Der beste und effektivste Schutz ist immer noch die Prophylaxe. Für den Menschen gehört das Tragen langer Bekleidung dazu und Hund und Katze sollte man regelmäßig, am besten direkt nach dem Spaziergang nach Zecken absuchen und diese sofort absammeln. Vor allem wenn die kleinen Tiere sich schon festgesaugt haben, sollten sie schnell, aber sachgerecht, beispielweise mit einer Zeckenzange entfernt werden. Aber die wichtigste Maßnahme ist der Zeckenschutz mit geeigneten, für die betreffende Tierart zugelassenen Tierarzneimitteln. Hier sollte man sich vom Tierarzt beraten lassen, welches der Mittel für welches Tier das Beste ist.

Quelle (nach Angaben von): Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (02.02.2022). "ZECKEN: IMMER UND ÜBERALL AUF DER LAUER". Im Internet: Zecken: Immer und überall auf der Lauer | Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (bft-online.de); 23.02.2022