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BlogBussi Baba Wien - es war mir ein Fest!

Ich fahre gerade von Wien nach München. Alles aus unserer Wohnung ist in Umzugskisten verstaut und ich habe ein seltsames Gefühl im Bauch, denn nach fast 6 Jahren in Wien fühlt es sich komisch an nicht mehr dort zu leben. Wien wird immer kleiner im Rückspiegel und in meinem Kopf steigen die Erinnerungen auf.

Daniela Diepold

Verliebt in Wien

Ich weiß noch genau wie ich im September 2017 nach Wien umgezogen bin und mich in meinem kleinen feinen WG-Zimmer eingerichtet habe. Es war alles so neu und aufregend. Die ersten Tage an der Uni, die ersten Freundschaften die man geknüpft hat. Die ersten Spaziergänge in meinem Grätzl an der alten Donau. Die vielen Stunden in der Knochenkammer, wo wir verzweifelt die verschiedenen Knochenpunkte der Haussäugetiere gelernt haben. Die ersten mündlichen Prüfungen im Anatomiesaal, wo ich am liebsten gar nicht hingehen wollte, weil ich so Angst hatte komplett zu versagen. Die neuen Freundschaften, die sich mit der Gruppe vom Anatomietisch entwickelt haben und die auch heute noch bestehen. Die vielen Partys, die wir gefeiert haben, und wie wir an warmen Sommerabenden mit einem Glas Veltliner auf Dachterrassen getanzt haben. Ach Wien, ich habe es so unglaublich geliebt. Wien ist eine besondere Stadt, das ist Fakt. Der Grant, der morbide Charme, der dir im Schmäh eines Kaffeehaus-Kellners entgegenblinkt, ist einzigartig.

Die prägende Unizeit

Besonders die letzten 3 Semester an der Uni waren so unfassbar prägend. Die klinische Rotation hat uns alle hart mitgenommen, war jedoch auch so lehrreich und spannend. Man merkt dann doch schnell was einen interessiert und was weniger. Fürs Selbstbewusstsein ist es auch super neue Dinge machen zu dürfen, die dann bestenfalls klappen. Auf manchen Kliniken war´s mega, auf anderen war die Stimmung so semi, aber das scheint wohl normal zu sein.

Letztes Jahr ging dann das Wiederkäuer-Modul los und im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mit der Wahl alles richtig gemacht habe. Wir hatten so eine schöne Zeit, besonders auch in Tirol und so viel Spaß. Ach Gott, ich werde die Leute und die Zeit wirklich vermissen.

Jetzt erstmal Praktikum in der Schweiz

Man soll immer gehen, wenn es am schönsten ist, gell? Und das mache ich jetzt auch. Zwei Freundinnen sind bereits im Januar weggezogen und so verteilen wir uns jetzt alle in die Welt bzw. im Raum Deutschland, Österreich, Schweiz. Ich bin stolz, so tolle Menschen kennengelernt zu haben und weiß einfach, dass wir alle super Tierärztinnen sein werden und jede*r ihren und seinen Weg finden wird. Eine Freundin hat schon einen Job und fängt im April in der Schweiz in einer Gemischtpraxis an. Ich bin so gespannt, wie es ihr gefallen wird.

Für mich geht´s ab nächster Woche dann los mit den 4 Wochen Pflichtpraktikum in der Schweiz. Da bin ich natürlich auch schon bissl aufgeregt, wie das alles so sein wird.

Das Kapitel Wien werde ich nie ganz schließen

Das Kapitel Wien ist für mich wahrscheinlich auch nie ganz abgeschlossen, da diese Stadt und auch die Unizeit einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Auch wenn das jetzt unfassbar schnulzig klingt. Das Studium war so prägend und wir sind teilweise wirklich über uns hinausgewachsen. Ich bewundere jeden, der das Studium durchzieht und dabei nicht den Spaß verliert. Es ist definitiv hart, aber definitiv auch machbar.

Ich freue mich jetzt auf die neue Wohnung in Bayern und mache mich jetzt auch langsam auf Jobsuche, worüber ich bestimmt auch noch mal einen Beitrag schreiben werden.

Irgendwer hat mich mal auf Instagram gefragt, ob ich nochmal Tiermedizin studieren würde? Ich sag´s ehrlich, das Studium würde ich nicht nochmal machen wollen, aber den Job finde ich unfassbar cool. Ich ermutige jeden sich seinen Traumjob zu erfüllen, sondern es einem möglich ist. Also auch was das Finanzielle angeht und äußere Umstände. Go for it! Man hat nur dieses eine Leben und so im Nachhinein sind die 6 Jahre echt schnell vergangen. Ob ich in der Zeit jetzt unglücklich in einem langweiligen Job versandet wäre oder mein Traumstudium gemacht habe…da habe ich definitiv die richtige Entscheidung getroffen!