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BlogVon der Zelle bis zum Aufbau der Organe – der Histologie-Kurs

Der Histologie-Kurs findet in Lettland im 2. und 3. Semester statt und fiel bei uns zum Teil in den Corona-Lockdown. Dennoch haben wir viel über Zellen, deren Aufbau und Entwicklung lernen können.

Studenten mikroskopieren in der Universität.
Halfpoint/stock.adobe.com - Stock photo. Posed by models

Der Histologie-Kurs findet in Lettland im 2. und 3. Semester statt.

Histologie und Zelllehre sind relevante Studienfelder der Medizin. Vor allem für das spätere Erkennen von Krankheiten ist es wichtig, den anatomisch-physiologischen Aufbau zu erlernen. Der Histologie-Kurs beginnt bei uns an der Uni im 2. Semester und endet mit einer Prüfung im 3.

Von der Präsenz ins Online-Lernen

Im ersten Semester des Histologie-Kurses haben wir mit der allgemeinen Zelllehre und Geschichte der Histologie begonnen. Später ging es um die Embryologie, also die Entwicklung eines Lebewesens vom Zeitpunkt der Befruchtung bis zur Geburt, sowie die verschiedenen Gewebe des Körpers. Für jedes Thema gab es einen theoretischen und einen praktischen Teil, in dem wir verschiedene histologische Schnitte besprochen haben. Unsere Uni besitzt dafür ein verknüpftes Mikroskop, durch das alle Studenten gleichzeitig mitverfolgen können, was im Hauptmikroskop gesehen wird. Nach jedem Teil gab es einen Test mit 2 histologischen Schnitten, die erklärt und zu denen Fragen beantwortet werden mussten.

Mir ging es in dem praktischen Teil manchmal zu schnell, da wir die Schnitte recht zügig besprochen haben und es kompliziert war, sich gleichzeitig Notizen zum Lernen zu machen.

Das Histologie-Semester fiel zudem in die Corona-Pandemiezeit und wir hatten nur die Hälfte des Semesters vor Ort. Der Rest der Vorlesungen und der praktische Teil fanden dann online anhand von Bildern der Schnitte statt. Ich fand es leichter, die Strukturen mit diesen Bildern zu lernen, auch, weil wir uns die aufgezeichneten Vorträge immer wieder anschauen konnten. Die Tests während dieses Online-Lernens fanden dann nur theoretisch und nicht mehr mündlich statt.

Zwischen Präsenz, Lockdown und wieder Online-Lernen

Im 3. Semester konnten wir wieder teilweise vor Ort sein, unsere Professorin hat aber den praktischen Teil mit den Bildern beibehalten, was mir beim Lernen sehr geholfen hat. Ansonsten entsprach der Kursaufbau dem des ersten Semesters. Die Tests fanden vor Ort und ganz klassisch mit Schnittbildern und mündlicher Prüfung statt.

Zum Semesterende ging es erneut in den Lockdown und ins Online-Lernen, und auch unser Histologie-Examen fand online über Skype statt. In der Prüfung wählte man eine Nummer, anhand derer unsere Professorin eine Datei freigeschaltet hat. Diese Datei enthielt histologische Bilder, die beschrieben und erklärt werden mussten.

Ich glaube, dass uns durch das Online-Lernen viel verloren gegangen ist, bin andererseits aber froh, wie gut und schnell die Uni und alle Professoren die Vorlesungen und praktischen Übungen aus der Ferne umgesetzt haben. Mittlerweile ist der Kursaufbau sicher ein anderer, aber für uns wurde damals das Beste aus der Situation gemacht.