Georg Thieme Verlag KG
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Agaporniden gehören zu den Edelpapageien und zu den kleinsten Papageienarten. Sie werden auch Unzertrennliche genannt, da sie mit ihrem auserwählten Partner eine lebenslange Bindung eingehen. Sie sind zudem sehr verspielt und munter und benötigen viel Platz.

Agaporniden können in mehrere Arten eingeteilt werden, dabei sind die bekanntesten Arten Rosen-, Pfirsich- und Schwarzköpfchen. Die einzelnen Arten unterscheiden sich dabei lediglich in der Färbung ihres Köpfchens, wie der Name verrät, und die Brust hat dann die gleiche Farbe wie der Kopf.

Die Agaporniden haben ein sehr lustiges und liebenswertes Wesen. Sie sind neugierig, munter und verspielt, zudem sind sie teilweise albern und werden häufig als Clowns unter den Papageien betitelt. Die Paare sind meist sehr liebevoll miteinander und verbringen viel Zeit damit zu kuscheln, zu schnäbeln und sich gegenseitig zu kraulen. Gegenüber anderen Agaporniden können sie aber auch mal aggressiv reagieren, vor allem, wenn es um das Futter geht.

 

Parameter

Physiologischer Bereich

maximales Lebensalter

bis zu 20 Jahre

Größe

12-18cm

Gewicht

450 bis 650g

Gefiederfarbe

gelb-grün mit Brust, Kopf und Schnabel je nach Art andersfarbig

Die Haltung von Agaporniden ist im Vergleich zu anderen Papageienarten eher einfach. Einige Punkte sollten jedoch trotzdem zwingend beachtet werden. Sie sollten immer in Paaren gehalten werden, wobei die Tiere sich ihre Partner meist selbst aussuchen. Dabei ist zu wissen, dass es nicht nur gegengeschlechtliche Paare, sondern auch gleichgeschlechtliche Paare gibt. Zu beachten ist außerdem, dass eine ausreichend große Voliere vorhanden sein sollte, die ein Mindestmaß von 60cm in der Tiefe, 100cm in der Breite und 120cm in der Höhe für ein Paar besitzt. Auch verschiedene Stangen, Klettermöglichkeiten und andere Beschäftigungsmöglichkeiten wie Spielzeuge sind für eine artgerechte Haltung wichtig.

Auf die Haltung mit anderen Vogelarten sollten zwingend verzichtet werden, da der sehr kräftige Schnabel bei anderen Vögeln wie beispielsweise Wellensittichen oder Kanarienvögeln zu schweren Verletzungen führen kann. Eine Haltung von unterschiedlichen Agapornidenarten ist hingegen häufig kein Problem, solange jede Art jeweils einen artgleichen Partner hat.

Die Nahrung sollte wie bei anderen Papageien vorwiegend aus verschiedenen Körnern, Samen und Sämereien bestehen und nur zu einem geringen Anteil aus Obst und Gemüse. Zusätzlich sollten Vitamine und Mineralien zugefüttert werden. Eine Sepiaschale oder ein Kalkstein eignen sich dafür meist sehr gut. Frisches Wasser sollte außerdem immer ausreichend zur Verfügung stehen.

Das Verstecken von leckerem Futter wie frischem Obst oder Gemüse kann außerdem zur Beschäftigung der kleinen Vögel genutzt werden und fordert die Tiere zusätzlich.