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Auch Amphibien werden immer beliebter als Haustiere, dazu zählt auch der Axolotl. Die zu den Querzahnmolchen gehörenden mexikanischen Schwanzlurche haben ein freundliches Aussehen und komme in vielen unterschiedlichen Farben vor.

Das Besondere des Axolotls ist, dass die Tiere niemals erwachsen werden und immer im Dauerlarvenstadium leben, welches als Neotenie (Jugendreife) beschrieben wird und sich die Tiere auch so fortpflanzen. Dieses Dauerlarvenstadium verdanken die Tiere einem angeborenen Schilddrüsendefekt, wodurch die Metamorphose unmöglich wird und die Tiere sich zeitlebens als Larve im Wasser aufhalten. Diese Schilddrüsenunterfunktion ist auf einen Jodmangel im natürlichen Habitat zurückzuführen. In Tierversuchen wurde jedoch eine vollständige Umwandlung des Axolotls zum Landlebewesen erreicht, indem zum richtigen Zeitpunkt Schilddrüsenhormone zugeführt wurden, die umgewandelten Tiere hatten jedoch nur eine sehr geringe Lebenserwartung.

Axolotl sind zudem für die Forschung in der Humanmedizin sehr wichtig, denn an den regenerativen Eigenschaften wird derzeit sehr intensiv geforscht. Diese Eigenschaften ermöglichen dem Axolotl beispielsweise eine verlorene Gliedmaße vollständig zu regenerieren oder auch ganze Organe oder Teile des Gehirns wiederherzustellen.

 

Parameter

Physiologischer Bereich

Lebenserwartung

12-20 Jahre, teilweise auch bis zu 25 Jahre

Größe

15-35cm

Gewicht

60-300g

Geschlechtsreife

ab 1 Jahr (Weibchen) – ab 1-2 Jahren (Männchen)

Besonderheit

leben im Larvenstadium und können eine vollständige Regeneration machen

Axolotl sind recht einfache Aquarienbewohner, einige Regeln sollte jedoch befolgt werden. So muss die Wassertemperatur beachtet, der richtige Filter und das richtige Bodensubstrat vorhanden sein. Die Wassertemperatur sollte ständig kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden. Zudem sollte auch die Wasserqualität regelmäßig kontrolliert werden und bei Bedarf Substrate hinzugefügt werden. Das Bodensubstrat sollte ebenfalls sorgfältig ausgewählt werden, da der Axolotl zu den bodensubstratfressenden Amphibien zählt. Die Tiere können durch falsches Bodensubstrat schnell an Verstopfungen oder anderen Verdauungsproblemen leiden, wenn sie das Substrat aufgenommen haben. Ideal ist daher ein rundes Substrat, welches eine möglichst optimale Darmpassage ermöglicht, hierzu zählt beispielsweise das Axogravel, welches kugelrund ist und fast ausschließlich aus Calcium besteht. Dieses Substrat ist somit gut für eine optimale Darmpassage und besitzt zudem keine bedenklichen Inhaltsstoffe oder zu hohe Gehalte an Mangan, Eisen, Zink oder Kupfer, die ebenfalls zu Problemen führen können.

Das Aquarium für Axolotl sollte eine Länge von mindestens 80cm aufweisen und mit einer Pumpe ausgestattet sein, die möglichst keine spürbare Strömung erzeugt. Zudem benötigen die meisten Wasserpflanzen etwas Licht, der Axolotl jedoch mag es lieber schattig, weshalb er genügend Rückzugsmöglichkeiten außerhalb des Lichts haben sollte.

Axolotl können durchaus einzeln gehalten werden, da sie keine sozialen Tiere sind, jedoch können auch mehrere Tiere ohne Probleme zusammenleben, solange sie ungefähr die gleiche Größe aufweisen.

 

Axolotl sind Lauerjäger und fressen das, was ins Maul passt. In ihrem natürlichen Habitat sind das kleinere Fische, Fischbrut, Insekten und Insektenlarven, Würmer, Garnelen und anderen Krebstiere. In Gefangenschaft sollte das Futter des Axolotls grundsätzlich auf den Boden sinken, da die Tiere ihre Nahrung hauptsächlich vom Grund aufnehmen. Sie können aber auch durch eine sehr geschickte Fangtechnik vorbeischwimmende Nahrung aufnehmen.

Die Tiere sollten abhängig von ihrer Größe gefüttert werden, so sollten Tiere bis zu einer Größe von 12cm täglich, zwischen 12-16cm alle zwei Tage, bis ca. 18cm alle 3-4 Tage und ab einer Größe von 18-20cm nur 1-2-mal wöchentlich gefüttert werden. Dabei muss immer bedacht werden, dass die Überfütterung die häufigste Todesursache dieser Amphibien ist.