Georg Thieme Verlag KG
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Kurzkopfgleitbeutler, auch Sugar Glider genannt, kommen ursprünglich aus Australien, Tasmanien, Neu Guinea und den Inseln Indonesiens. Dort leben sie in Familienverbänden und sollten daher nicht einzeln gehalten werden. Die nachtaktiven Baumbewohner sind äußerst geschickte Kletterer und können im Dunkeln sehr gut sehen. Wenn es im Winter kalt ist, können wild lebende Sugar Glider in eine körperliche Starre verfallen, um Energie zu sparen. Bei der Heimtierhaltung sollte dieser Zustand unbedingt vermieden werden, da er die Tiere anfälliger für Erkrankungen macht.

Parameter

Physiologischer Bereich

maximales Lebensalter

5 – 11 Jahre (Wildnis)

10 – 15 Jahre (Heimtierhaltung)

Herzfrequenz

200 – 300 Schläge/min

Atemfrequenz

16 – 40 Atemzüge/min

Körpertemperatur

Kloake: 32,0 °C

rektal: 36,3 °C

Zahnformel

2 (I 3/2, C1/0, P 3/3, M 4/4) = 40 Zähne

Geschlechtsreife

Weibchen: 8 – 12 Monte

Männchen: 12 – 15 Monate

Brunstzyklus

das ganze Jahr über (in Gefangenschaft)

Zykluslänge

29 Tage (polyöstrisch)

Tragzeit

ca. 16 Tage (5 – 17 Tage)

im Beutel

ca. 70 Tage (50 – 75 Tage)

Würfe pro Jahr

1 – 2 (Australien),

1 – 4 (Gefangenschaft, tropische Breiten)

Wurfgröße

1 – 3 (80% Zwillinge)

Inhaltsstoffe

Menge

Mischung aus Obst und Gemüse

450 g (3/4 bis 2/3 Gemüse)

Wombaroo High Protein Supplement

2 gehäufte Teelöffel

probiotischer Joghurt

1 gehäufter Esslöffel

Ei (hartgekocht) oder Putenbrust/Hühnerbrust (gekocht)

1Ei oder 50 – 60 g Pute/Huhn

Haferflocken oder Weizenkeime

1 gehäufter Esslöffel (im Winter kann die Menge verdoppelt werden)

Akaziengummi

¼ Teelöffel

Blütenpollen

1 Teelöffel

Leinsamen

1 Esslöffel

Kalzium-Magnesium-Pulver

½ Teelöffel pro 450 g Mischung

Spirulina (optional)

½ Teelöffel

Obst und Gemüse werden mit einem Mixer zu einem groben Brei verarbeitet. Die Leinsamen werden mit 3 Esslöffel heißem Wasser zum Quellen gebracht und die Mischung abgekühlt zum Brei hinzugefügt. Alternativ können geschrotete Leinsamen oder Pulver verwendet werden. Anschließend werden alle restlichen Zutaten gemischt und zu einem groben Brei verarbeitet. Diese Mischung ergibt 25 – 30 einzelne Mahlzeiten pro Tier und kann, wenn nötig, portioniert (1 gehäufter Esslöffel pro Tier) eingefroren werden. Es sollten Mischungen mit und ohne Kalzium hergestellt werden. Der Brei mit Kalzium wird je nach Bedarf, ca. 2 – 3 × pro Woche gefüttert. Ein Vitamin-Nektar-Präparat wird zusätzlich 2 – 3 × pro Woche angeboten.