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Schritt für Schritt: in Bildern erklärtHautplastiken – Die Taschenlappenplastik

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Lassen Sie sich in unserer Schritt-für-Schritt-Reihe anhand von anschaulichen Bildern tiermedizinische Eingriffe erklären. In diesem Fall: die Taschenlappenplastik.

Großflächige Hautdefekte entstehen bei Hund und Katze häufig infolge von Traumata, aber auch nach Tumorresektionen. Zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen ist ein spannungsfreier Wundverschluss bei erhaltener Vaskularisierung der Haut anzustreben. Mithilfe von Hautplastiken ist ein sofortiges Verschließen des Defekts unter Vermeidung von Narbenbildung und Narbenkontraktur möglich.

 

Durchführung

Die Taschenlappenplastik kann 1- oder 2-stielig erfolgen und gehört zu den direkten Fernlappen der Subdermal-Gefäßplexus-Flaps.
Sie findet bei Hautdefekten im Bereich der distalen Gliedmaße Anwendung, zum Beispiel nach:

  • Ablederungsverletzungen nach Autounfällen bei Katzen
  • Tumorresektionen


Die Wunde sollte zunächst gereinigt und offen bis zur Granulationsgewebsbildung vorbehandelt werden. Im Anschluss erfolgen die Präparation des Flaps und das Abdecken der Wunde. Die betroffene Gliedmaße wird mit einem festen Verband an der seitlichen Brustwand fixiert.
Da nicht alle Patienten eine solche Fixation tolerieren, kann dies präoperativ im Rahmen der offenen Wundbehandlung für 2–3 Tage getestet werden. Während der Verbandsbehandlung ist die distale Gliedmaße regelmäßig zu kontrollieren, da es hier zu Durchblutungsstörungen kommen kann.

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Pia Rebentrost ist Tierärztin in der Klinik für Kleintiere der Universität Leipzig.

Der Originalartikel„Hautplastiken – Die Taschenlappenplastik“erschien in der Kleintier konkret 3/2019.