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Erste HilfeNotfall: Vaginalausfluss

Vaginalausfluss kann physiologisch während der Läufigkeit oder nach der Geburt auftreten, aber auch pathologisch als Notfall beispielsweise bei einer Muko- oder Pyometra auftreten.

Cute dog near underpad with wet spot on floor
Pixel-Shot / stock.adobe.com

Um physiologischen von pathologischem Ausfluss zu unterscheiden, muss immer das Zyklusstadium mittels Anamnese oder Vaginalzytologie eruiert werden. Dabei können die möglichen Differenzialdiagnosen durch die makroskopische Unterscheidung des Ausfluss eingegrenzt werden. Weitere Leitsymptome, die mit Vaginalausfluss assoziiert sind, sind blasse Schleimhäute, äußerliche Blutungen, Hämaturie, akutes oder vergrößertes Abdomen, Erbrechen und Schock. 

Eine starke Blutung sowie Vaginalausfluss im Zusammenhang mit einer Pyometra können zum Schock führen. Bei diesen Tieren ist eine Kreislaufstabilisierung notwendig, bevor weitere diagnostische Untersuchungen erfolgen.

Stabilisierungsprotokoll Vaginalausfluss

1. Hinweise für hypovolämischen oder distributiven Schock

Hinweise sind Tachykardie, Apathie, blasse oder gerötete Schleimhäute mit abnormaler Kapillärerfüllungszeit und eventuell Blutungen. Es sollten ein Venenkatheter gelegt werden und eine Blutentnahme erfolgen, bei der Hämatokrit, Kreatinin, Elektrolyte, Glukose, PP und evtl. Blutgas, Albumin und Gerinnung bestimmt werden.

  • bei starker Blutung: Versuch, Blutung zu stoppen

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2. Analgesie

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3. Reevaluation des Kreislaufes

Ist der Patient weiterhin im Schock sollten weitere Infusionsboli folgen, bis sich die Perfusionsparameter normalisiert haben, d.h. der Patient wieder eine normale Herzfrequenz, eine physiologische Schleimhautfarbe und eine gute Kapillärefüllungszeit besitzt.

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Diagnostik

Für die Diagnostik sollte auf jeden Fall eine gynäkologische Untersuchung in Zusammenhang mit einer Vaginoskopie stattfinden. Zusätzlich kann eine bildgebende Diagnostik helfen die Ursache zu finden, wie Ultraschall des Urogenitaltrakts oder Röntgen.

Differenzialdiagnosen

Vaginalausfluss ist i.d.R. mit Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane, der Geburt und der Nachgeburtsperiode verbunden, er kann unter Umständen aber auch bei Harnwegsproblemen gesehen werden.

Die wichtigsten Differenzialdiagnosen bei seroanguinösem Ausfluss sind Neoplasien der Ovarien oder der Vagina, eine Metritis, glandulärzystische Hyperplasie, Ovarialzysten, Hyperöstrogenismus, Plazentaretention, die Läufigkeit, eine Zystitis oder eine ektopischer Ureter. Zudem kann dieser Ausfluss 6-8 Wochen nach der Geburt und im frühen Diöstrus physiologisch sein.

Die wichtigsten Differenzialdiagnosen bei purulentem Ausfluss sind eine Pyo- oder Mukometra, eine Metritis, fötaler Tod, eine SIPS (Subinvolution der Plazentationsstellen), eine Vaginitis, eine perivulväre Dermatitis oder eine Neoplasie der Vagina.

Die wichtigsten Differenzialdiagnosen bei hämorrhagischem Ausfluss sind ein Trauma des Genitaltrakts, Gerinnungsprobleme oder eine Rodentizid-Intoxikation.

 

Quelle:
Notfallmedizin für Hund und Katze. Sigrist N, Hrsg. 2. Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2022