Georg Thieme Verlag KG
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Graupapageien sind einer der am häufigsten gehaltenen Papageienarten und ihnen wird eine hohe Intelligenz und Sprachbegabung nachgesagt. Sie sind sehr sozial und sollten demnach unter keinen Umständen alleine leben, zudem benötigen sie viel Platz zum Fliegen.

 

Kongo-Graupapagei

Timneh-Graupapagei

Gefieder

blassgrau mit weißlichen Rändern an den Federspitzen am Kopf und Hals

dunkelgrau

Schwungfedern

etwas dunkler

 

Schwanzfedern

kurz und rot

dunkel-grau bis rötlich

Schnabelfarbe

schwarz

hell (Oberschnabel)

Augenfarbe

weiß bis gelblich (Jungtiere grau bis schwarz)

 

Parameter

Physiologischer Bereich

maximales Lebensalter

bis zu 60 Jahre

Größe

33cm Körperlänge (Kongo- deutlich größer als Timneh-Graupapagei)

Gewicht

bis zu 450g

Herzfrequenz

150-250 Schläge/min

Atemfrequenz

32-42 Züge/min

Körpertemperatur

39-41 °C

Graupapageien dürfen aufgrund ihrer Sozialstruktur nicht alleine gehalten werden und daher ist eine Einzelhaltung in Deutschland auch verboten. Die ideale Zusammenstellung ist eine Gruppe mit gleichgeschlechtlichem Verhältnis, damit sich Paare selber finden können, denn ein Graupapagei sucht sich seinen Partner sorgfältig aus und eine gezwungene Vergesellschaftun kann sehr schwierig werden und mit heftigen Verletzungen enden.

Eine Voliere für zwei Vögel sollte mindestens eine Länge von 2 Metern, eine Breite von 1 Meter und eine Höhe von 2 Metern aufweisen und täglicher Freiflug muss außerdem gewährleistet sein. Die Ausstattung sollte dabei aus unterschiedlichen Sitzstangen in Form von Naturästen, staubfreiem Einstreu, geeigneten Futterbehältnissen und Spielzeug bestehen. Auch eine Bademöglichkeit sollte vorhanden sein, ist dies nicht der Fall können die Vögel auch einmal täglich besprüht werden. In reiner Innenhaltung soltlte zusätzliche eine UV-Lampe angebracht werden.

Die Nahrung eines Graupapageis sollte zu 60% aus Samen, Sämerein und Nüssen und zu 40% aus Obst und Gemüse bestehen. Man sollte hierbei darauf achten, dass alle Körner gefressen werden, denn Graupapageien sind Feinschmecker und fressen bei einem Überangebot nur das, was am besten schmeckt. Das könnte zu einem Ungleichgewicht der Nährstoffaufnahme führen und somit zu gesundheitlichen Problemen.

Desweiteren sollten Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren täglich zugefüttert werden, um den Nährstoffbedarf zu decken. Auch ein Kalkstein oder eine Sepischale sollte als Mineralquelle zur Verfügung stehen. Zudem muss immer ausreichend frisches Trinkwasser vorhanden sein.